Marktinformationen gewinnbringend nutzen

Erkennen Sie, wie man Marktinformationen erhebt und wie diese von Nutzen sein können, um für das eigene Business gewinnbringende Erkenntnisse zu liefern.

Schritt 1: Erfinden Sie das Rad nicht neu. Suchen Sie im und außerhalb des Unternehmens nach vorhandenen Informationen 

Bevor groß in neue Recherchen und Studien investiert wird, oder sogar Primärstudien erhoben werden, sollte man sich fragen ob die gewünschte Information nicht genau vor der Nase, bzw. im Nachbarbüro sitzt. Oft wissen die Mitarbeiter nicht, dass diese Informationen vorhanden sind, bzw. haben diese nicht in einem für sie brauchbaren Format verfügbar. Zu Beginn eines relevanten Projekts empfehlen wir in einem Kickoff-Workshop Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammenzutrommeln (Einkauf, Marketing, Sales, Produktmanagement, etc.).

Dabei ist zu erheben, welche Informationen in der Vergangenheit ermittelt wurden, welche externen Experten befragt werden könnten und welche Studien und Informationsdienste aktuell existieren. Durch das Workshopformat kann das Wissen, das oft in den Köpfen der Mitarbeiter, oder nur innerhalb einer Abteilung existiert, gehoben werden.

Nach dem Workshop wird ersichtlich welche Lücken noch offen sind - auf diese kann sich der externe oder interne Spezialist dann stürzen. Wir erhalten für unsere Beratungsprojekte oftmals interne Informationen, veraltete oder begonnene Marktstudien als Basismaterial für unsere Arbeit. Dies hilft ungemein, da damit bereits ein Grundstock gelegt ist und die ersten Quellen und Experten identifiziert sind.

Das Internet als Informationsquelle ist Segen und Fluch zugleich, es gibt eine Vielzahl an Informationen auf der einen Seite, aber auch zu viel Mist aus fragwürdigen Quellen. Mehr dazu in Schritt 2.

Schritt 2: Gezielt recherchieren - Neben Online-Quellen auch auf die Macht von Gesprächen setzen.

Datenbanken und das Internet liefern eine Vielzahl an verwertbaren Marktinformationen, Doch nur unter Beiziehung von gezielt geführten Gesprächen mit unterschiedlichen Stakeholdern des Unternehmens erhalten sie ein umfassendes Bild, und die Insights, die für Investitionsentscheidungen notwendig sind.

Gespräche bieten sich an mit

  • Kunden
  • Potenziellen Kunden / Wunschkunden
  • anderen Marktteilnehmern wie Verbänden, Journalisten, Unternehmensberatern ....
  • Lieferanten
  • Wettbewerbern

Die Gespräche können in Form von kurzen Online-Befragungen oder intensiven 1:1 Gesprächen durchgeführt werden, je nach Zielsetzung der zu erhebenden Marktinformationen. In unseren Kundenprojekten sind solche Gespräche extrem wichtig für die Validierung von Thesen und das Aufzeigen von neuen bisher nicht angedachten Lösungswegen.

Die Halbwertszeit von Informationen ist sehr kurz. Aus diesem Grund müssen Marktinformationen laufend erhoben werden. Mehr dazu in Schritt 3.

Schritt 3: Marktinformationen regelmäßig erheben

Informationen die erhoben werden, und sind sie noch so aussagekräftig, stellen nur eine Momentaufnahme des Marktes dar. In wenigen Monaten kann diese Information wieder veraltet sein. Daher ist zu überlegen in welcher Frequenz identifizierte Informationsquellen ausgewertet werden sollen, und wie man Gespräche mit Marktteilnehmern institutionalisieren kann.

Kundenpräferenzen sind heutzutage sehr schwankend und ändern sich rasch. Neue Produkte oder Services von bestehenden Konkurrenten können rasch zu einer Änderung von gewohntem Kaufverhalten führen.  Neue Mitspieler können quasi aus dem Nichts entstehen, und durch die Digitalisierung aus Märkten kommen, die man nicht immer im Blick hat.

In unseren Kundenprojekten arbeiten wir deshalb oft an globalen, oder zumindest europäischen Fragestellungen. Dabei erheben wir welche Anwendungen oder neuen Technologien es in einem bestimmten Marktsegment gibt. Die Kunden loten dann intern aus, ob sich Partnerschaften, Testprojekte oder ähnliche Anwendungen für ihren Heimmarkt lohnen könnten.

Resümierend lässt sich sagen, das die laufende Erhebung von Marktinformationen wichtig ist, um ein umfassendes Bild des Marktes zu haben.