Informationsquellen im Projekteinsatz

Im Rahmen der Informationsbeschaffung für unsere Projekte setzen wir auf unterschiedliche Quellen. Wir unterscheiden dabei hauptsächlich zwischen internen und externen Informationsquellen. Im Rahmen eines Projekts erfolgt immer ein Abgleich von internen Datenstämmen mit den externen Informationsquellen. Wir analysieren die Informationsquellen, werten diese systematisch aus und erstellen  daraus unsere Analysen, Endpräsentationen, Reports und Abschlussberichte. Die Kunst ist es unterschiedlichste Informationsquellen wirkungsvoll zur Entscheidungsfindung zur nutzen.

Interne Informationsquellen

Ein geflügelter Spruch lautet „Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß“ – und im Kern ist diese Erkenntnis in vielen Unternehmen anzutreffen wenn es um die Analyse der im Unternehmen vorhandenen Informationen geht. Innerbetriebliche Informationsquellen werden bei Projekten zu selten angezapft und genutzt. In unseren Projekten setzen wir zu Beginn ein Informationsaudit ein, um zu bestimmen welche Informationen im Unternehmen vorhanden sind.

Externe Informationsquellen

Bei Informationen die extern erhoben werden differenzieren wir weiter zwischen Primär- und Sekundärquellen respektive Primär- und Sekundärrecherche.

Primärquellen sind

Sekundärquellen sind

  • Marktreports
  • Presseberichte

Beispiele für die Beschaffung von externen Informationen

  • Das Internet als Informationsquelle strukturiert nutzen, insbesondere Unternehmenswebseiten und fachspezifische Portale
  • Fachdatenbanken wie Bloomberg und Reuters
  • Pressdatenbanken wie GENIOS
  • Bonitätsdatenbanken wie Creditreform
  • Statistikdatenbanken wie destatis

Relevante Daten ermitteln

In Summe werden so für die Projekte folgende Daten ermittelt:

  • Marktdaten
  • check
    Kundendaten
  • check
    Branchendaten
  • check
    Länderdaten
  • check
    Wettbewerberdaten
  • check
    Lieferantendaten
  • check
    Daten zu Trends

Durch diesen Ansatz ist es uns möglich die notwendigen Daten aus allen zur Verfügung stehenden Quellen zu ermitteln und aufzubereiten.

Markt- und Wettbewerbsinformationen erheben

Offene Fragen versucht  man zuerst durch die so genannte Sekundärrecherche zu beantworten. Erst wenn diese Informationsquellen erschöpft sind, geht man zur Neubeschaffung von Informationen durch Beobachtung oder Befragung über. Bei der Sekundärrecherche wird zuerst unternehmensintern recherchiert, anschließend in unternehmenexterne Quellen.

Unternehmensinterne Quellen

Im Unternehmen selbst existieren durch Meldepflichten und das laufende operative Geschäft bereits eine Vielzahl an Informationen. Beispiele sind das eigene CRM-System, die Teilnahme an Ausschreibungen, die Meldung an Berufsverbände oder die Analyse der laufenden Aufträge.

Unternehmensexterne Quellen

Sind die internen Datenquellen erschöpft und noch Fragen offen geht der Blick nach draußen. Wer könnte ein ähnliches Interesse an dem Thema haben & schon Daten dazu erhoben haben? Es gibt eine Vielzahl von je nach Fragestellung relevanten Quellen. Beispielsweise sind dies:

  • Datenbanken von Fachverlagen
  • Firmenverzeichnisse
  • Geschäftsberichte, Prospekte und Preislisten der Konkurrenz
  • Patentveröffentlichungen
  • Statistiken wie Destatis
  • Stellenanzeigen
  • Studien und Branchenreports von Wirtschaftsverbänden

Weitere Beispiel finden Sie in dem e-Book 10 Tipps & Tricks das Sie kostenlos abrufen können.

Marktinformationen gewinnbringend nutzen

Erkennen Sie, wie man Marktinformationen erhebt und wie diese von Nutzen sein können, um für das eigene Business gewinnbringende Erkenntnisse zu liefern.

Schritt 1: Erfinden Sie das Rad nicht neu. Suchen Sie im und außerhalb des Unternehmens nach vorhandenen Informationen

Bevor groß in neue Recherchen und Studien investiert wird, oder sogar Primärstudien erhoben werden, sollte man sich fragen ob die gewünschte Information nicht genau vor der Nase, bzw. im Nachbarbüro sitzt. Oft wissen die Mitarbeiter nicht, dass diese Informationen vorhanden sind, bzw. haben diese nicht in einem für sie brauchbaren Format verfügbar. Zu Beginn eines relevanten Projekts empfehlen wir in einem Kickoff-Workshop Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammenzutrommeln (Einkauf, Marketing, Sales, Produktmanagement, etc.).

Dabei ist zu erheben, welche Informationen in der Vergangenheit ermittelt wurden, welche externen Experten befragt werden könnten und welche Studien und Informationsdienste aktuell existieren. Durch das Workshopformat kann das Wissen, das oft in den Köpfen der Mitarbeiter, oder nur innerhalb einer Abteilung existiert, gehoben werden.

Nach dem Workshop wird ersichtlich welche Lücken noch offen sind - auf diese kann sich der externe oder interne Spezialist dann stürzen. Wir erhalten für unsere Beratungsprojekte oftmals interne Informationen, veraltete oder begonnene Marktstudien als Basismaterial für unsere Arbeit. Dies hilft ungemein, da damit bereits ein Grundstock gelegt ist und die ersten Quellen und Experten identifiziert sind.

Das Internet als Informationsquelle ist Segen und Fluch zugleich, es gibt eine Vielzahl an Informationen auf der einen Seite, aber auch zu viel Mist aus fragwürdigen Quellen. Mehr dazu in Schritt 2.

Schritt 2: Gezielt recherchieren - Neben Online-Quellen auch auf die Macht von Gesprächen setzen.

Datenbanken und das Internet liefern eine Vielzahl an verwertbaren Marktinformationen, Doch nur unter Beiziehung von gezielt geführten Gesprächen mit unterschiedlichen Stakeholdern des Unternehmens erhalten sie ein umfassendes Bild, und die Insights, die für Investitionsentscheidungen notwendig sind.

Gespräche bieten sich an mit

  • Kunden
  • Potenziellen Kunden / Wunschkunden
  • anderen Marktteilnehmern wie Verbänden, Journalisten, Unternehmensberatern ....
  • Lieferanten
  • Wettbewerbern

Die Gespräche können in Form von kurzen Online-Befragungen oder intensiven 1:1 Gesprächen durchgeführt werden, je nach Zielsetzung der zu erhebenden Marktinformationen. In unseren Kundenprojekten sind solche Gespräche extrem wichtig für die Validierung von Thesen und das Aufzeigen von neuen bisher nicht angedachten Lösungswegen.

Die Halbwertszeit von Informationen ist sehr kurz. Aus diesem Grund müssen Marktinformationen laufend erhoben werden. Mehr dazu in Schritt 3.

Schritt 3: Marktinformationen regelmäßig erheben

Informationen die erhoben werden, und sind sie noch so aussagekräftig, stellen nur eine Momentaufnahme des Marktes dar. In wenigen Monaten kann diese Information wieder veraltet sein. Daher ist zu überlegen in welcher Frequenz identifizierte Informationsquellen ausgewertet werden sollen, und wie man Gespräche mit Marktteilnehmern institutionalisieren kann.

Kundenpräferenzen sind heutzutage sehr schwankend und ändern sich rasch. Neue Produkte oder Services von bestehenden Konkurrenten können rasch zu einer Änderung von gewohntem Kaufverhalten führen.  Neue Mitspieler können quasi aus dem Nichts entstehen, und durch die Digitalisierung aus Märkten kommen, die man nicht immer im Blick hat.

In unseren Kundenprojekten arbeiten wir deshalb oft an globalen, oder zumindest europäischen Fragestellungen. Dabei erheben wir welche Anwendungen oder neuen Technologien es in einem bestimmten Marktsegment gibt. Die Kunden loten dann intern aus, ob sich Partnerschaften, Testprojekte oder ähnliche Anwendungen für ihren Heimmarkt lohnen könnten.

Resümierend lässt sich sagen, das die laufende Erhebung von Marktinformationen wichtig ist, um ein umfassendes Bild des Marktes zu haben.