Marketing-Mix

Update: 05/03/2026
Lesezeit: Min.  

Was ist der Marketing-Mix?

Der Marketing Mix beschreibt die Kombination der vier zentralen Marketinginstrumente eines Unternehmens: Product (Produktpolitik), Price (Preispolitik), Place (Distributionspolitik ) und Promotion (Kommunikationspolitik). Diese vier Elemente werden auch als 4Ps des Marketing Mix bezeichnet und bilden die Grundlage jeder Marketingstrategie.

Die 4Ps des Marketing Mix

  1. Product – Produktpolitik

  2. Price – Preispolitik

  3. Place – Distributionspolitik

  4. Promotion – Kommunikationspolitik

1. Product (Produktpolitik)        

  • Produktqualität
  • Service
  • Produktinnovation
  • Produktmerkmale

2. Price (Preispolitik)                   

  • Preisgestaltung
  • Rabattkonditionen
  • Zahlungbedingungen
  • .....

3. Place
(Distributionspolitik)                  

  • Absatzkanäle
  • Versand
  • Vertriebsorganisation
  • Transport

4. Promotion (Kommunikationspolitik)

  • Werbung, PR
  • Online-Marketing
  • Messen
  • Events
Darstellung des Marketing-Mix

Der klassische Marketing-Mix

Beim Marketingmix geht es nun darum eine ideale Kombination der Elemente für den Markt und das Produkt zu schaffen. Erst in der Kombination entfalten die 4 P´s ihre volle Wirkung. 

Produktpolitik

1. Die Produktpolitik

Die Produktpolitik befasst sich mit der Gestaltung des Leistungsangebots eines Unternehmens. Dies umfasst Aspekte wie Produktqualität, Design, Markenbildung, Verpackung und Serviceleistungen. Beispiel: Ein Unternehmen entscheidet sich, eine umweltfreundliche Verpackung für sein Produkt einzuführen, um umweltbewusste Kunden anzusprechen.

Fragestellungen sind:

  • Welches Produkt oder Service soll angeboten werden?
  • Unter welchem Markennamen soll das Produkt erscheinen?
  • Gibt es bestimmte Gestaltungsmerkmale, die wir einsetzen wollen? 
  • Wie sieht die Verpackung aus?
  • Welche Packungsgrößen sollen verwendet werden?
  • Welche Garantieversprechen geben wir ab?
Preispolitik

2. Die Preispolitik

Die Preispolitik legt fest, zu welchem Preis ein Produkt oder eine Dienstleistung angeboten wird. Hierbei werden Preisstrategien wie Premium- oder Niedrigpreisstrategien, Rabatte und Zahlungsbedingungen definiert. Beispiel: Ein Luxusgüterhersteller setzt eine Premiumpreisstrategie ein, um Exklusivität zu signalisieren. Weitere Infos dazu unter Pricing.

Fragestellungen sind:

  • Welche Preisstrategie setzen wir ein? 
  • Wie sieht unsere Preissetzung aus? 
  • Welche Rabattstruktur setzen wir ein?
Distributionspolitik

3. Die Distributionspolitik

Die Distributionspolitik entscheidet darüber, wie und wo Produkte dem Kunden zugänglich gemacht werden. Dies beinhaltet die Auswahl der Vertriebskanäle, Logistik und Lagerhaltung. Beispiel: Ein Unternehmen nutzt sowohl Online-Shops als auch stationäre Einzelhändler, um eine breite Verfügbarkeit seiner Produkte sicherzustellen.

Es sind dabei unterschiedliche Möglichkeiten zu betrachten:

  • Direkter Kanal (Offline): Das Unternehmen interagiert direkt mit dem Kunden.
  • Indirekter Kanal (Offline): Das Unternehmen liefert seine Ware an einen (oder mehrere) Zwischenhändler, die das Produkt dann an den Endkonsumenten liefern.
  • Mischform: Eine Kombination von indirektem und direktem Vertrieb.
  • Digitaler Kanal (Online): Der Kunde bestellt das Produkt online (entweder direkt beim Hersteller oder über Online-Marktplätze) 
Kommunikationspolitik

4. Die Kommunikationspolitik

Die Kommunikationspolitik umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Informationen über das Unternehmen und seine Produkte an die Zielgruppe zu übermitteln. Dazu gehören Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Verkaufsförderung und persönlicher Verkauf. 

Beispiel: Eine Firma startet eine Social-Media-Kampagne, um die Bekanntheit eines neuen Produkts zu steigern.

Fragestellungen sind:

  • Setzen wir auf Events, Messen und andere Veranstaltungen? 
  • Nutzen wir PR-Maßnahmen und (Print-)Anzeigen um unser Produkt bekanntzumachen?
  • Setzen wir auf Performance Marketing in der Online-Kommunikation?

Marketing-Mix Beispiele

iPhone

Ein Beispiel für einen erfolgreichen Marketing-Mix ist die Einführung des iPhones durch Apple. Apple nutzt im Marketing Mix:

  • Produkt: Hochwertiges Smartphone mit innovativen Funktionen
  • Preis: Premiumpreisstrategie, die den hohen Wert des Produkts widerspiegelt 
  • Place: Vertrieb über eigene Stores, Online-Shop und ausgewählte Partner 
  • Promotion: Umfangreiche Werbekampagnen und Produktpräsentationen

Quelle: Techtarget

Feritgungsroboter

Ein Hersteller von Fertigungsrobotern führt eine neue Produktreihe ein. Um die neuen Modelle erfolgreich am Markt zu Platzieren setzt er auf abgestimmte Maßnahmen im Marketing. Das Produkt wurde von einem Industriedesigner mitentwickelt, als Markenname für die drei Produktvarianten wird ROB-Y eingeführt. Der qualitativ hochwertige, in Deutschland gefertigte Roboter wird hochpreisig positioniert. Neben dem Kaufmodell mit jährlichen Serviceverträgen wird auch ein Mietmodell angeboten. Rabatte für Großabnahmen starten ab 5 georderten Geräten.

Die Produktreihe wird von bestehenden Key Account Managern bei den Bestandkunden und potenziellen Kunden angeboten. Im Ausland setzt das Unternehmen auf (bestehende) Handelsvertreter. Auch branchenspezifische e-Commerce Portale werden als Vertriebskanal genutzt, bisher mit wenigen Abschlüssen.

Neben der Präsenz bei wichtigen Fachmessen setzt das Unternehmen auf bezahlte PR und Inserate in Fachmagazinen. Kunden und Interessenten werden im monatlichen Newsletter über Neuigkeiten informiert. Zudem wir der Robocup, eine Veranstaltung bei der Roboter Fußball spielen, vom Unternehmen gesponsert.

Marketing-Mix Beispiel

Beispiel des Marketingmix eines Herstellers von Robotern

Einordnung des Marketing-Mix

Der Marketing-Mix ist nicht nur ein klassisches Marketingtool, sondern eine bewährte Steuerungshilfe für profitables Wachstum, Marktpositionierung und Differenzierung.

Abgeleitet von den Marketingzielen und der damit verbunden Marketingstrategie werden im Marketingkonzept die Marketinginstrumente festgelegt. Unter Marketinginstrumenten sind jene Mittel und Maßnahmen zu verstehen, die positiv auf den Markterfolg einwirken.

Die 7Ps - Erweiterung im Bereich der Dienstleistungen

Neben den klassischen 4 Ps gibt es im Dienstleistungsmarketing eine Erweiterung auf 7 Ps, die zusätzlich die Bereiche People (Personalpolitik), Process (Prozesspolitik) und Physical Evidence (Ausstattungspolitik) umfassen. Diese zusätzlichen Komponenten berücksichtigen die Besonderheiten von Dienstleistungen, bei denen der direkte Kundenkontakt und die Prozessqualität eine entscheidende Rolle spielen.

Die 7Ps des Marketing Mix

  • Product
  • Price
  • Place
  • Promotion
  • People
  • Process
  • Physical Evidence
Darstellung des erweiterten Marketing-Mix 7 Ps

Erweiterter Marketing-Mix | 7 Ps (Anklicken um zu vergrößern)

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Oft gefragt - FAQ zum Marketing Mix

Was ist der Marketing Mix?

Der Marketing Mix bezeichnet die Kombination der zentralen Marketinginstrumente eines Unternehmens. Klassisch besteht er aus den vier Bereichen Produktpolitik (Product), Preispolitik (Price), Distributionspolitik (Place) und Kommunikationspolitik (Promotion). Diese vier Elemente werden auch als 4Ps des Marketing Mix bezeichnet.

Was sind die 4 Ps im Marketing?

Die 4 Ps des Marketing Mix sind die vier zentralen Marketinginstrumente eines Unternehmens: Product (Produktpolitik), Price (Preispolitik), Place (Distributionspolitik) und Promotion (Kommunikationspolitik). Sie bilden die Grundlage für die Planung und Umsetzung einer Marketingstrategie.

Woraus besteht der Marketing Mix?

Der klassische Marketing Mix besteht aus den vier sogenannten 4Ps:

  • Product – Produktpolitik

  • Price – Preispolitik

  • Place – Distributionspolitik

  • Promotion – Kommunikationspolitik

Diese Instrumente werden kombiniert, um eine erfolgreiche Marketingstrategie zu entwickeln.

Wozu dient der Marketing Mix?

Der Marketing Mix hilft Unternehmen dabei, ihre Marketingstrategie systematisch umzusetzen. Durch die abgestimmte Kombination von Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik können Unternehmen ihre Zielmärkte besser erreichen und Wettbewerbsvorteile aufbauen.

Was ist ein Beispiel für einen Marketing Mix?

Ein Beispiel für einen Marketing Mix ist die Strategie eines Smartphone-Herstellers:
Das Unternehmen entwickelt innovative Produkte (Product), positioniert sie im Premiumsegment (Price), vertreibt sie über eigene Stores und Online-Shops (Place) und bewirbt sie mit globalen Marketingkampagnen (Promotion). Diese Kombination der vier Marketinginstrumente bildet den Marketing Mix.

Was ist der Unterschied zwischen den 4Ps und den 7Ps?

Der klassische Marketing Mix umfasst die 4Ps und wurde ursprünglich für physische Produkte entwickelt. Für Dienstleistungen wurde das Modell später um drei weitere Elemente erweitert: People, Process und Physical Evidence. Diese Erweiterung wird als 7Ps des Marketing Mix bezeichnet.

Was ist der digitale Marketing Mix?

Der digitale Marketing Mix überträgt die klassischen Marketinginstrumente auf digitale Kanäle. Dabei spielen insbesondere Online-Marketing, Content-Marketing, Social Media, Performance-Marketing und datenbasierte Kundenansprache eine wichtige Rolle.

Woher stammt das Konzept der 4Ps?

Das Konzept der 4Ps wurde in den 1960er Jahren vom amerikanischen Marketingprofessor E. Jerome McCarthy entwickelt. Es gehört heute zu den grundlegenden Modellen des Marketingmanagements.

Marketing Mix in der strategischen Analyse

In der Praxis wird der Marketing Mix häufig im Rahmen von Markt- und Wettbewerbsanalysen eingesetzt. Unternehmen analysieren dabei die Marketingstrategien ihrer Wettbewerber und vergleichen Preis-, Produkt- und Kommunikationsstrategien.

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