Stakeholderanalyse

Bei der Stakeholderanalyse geht es darum, Beeinflussungsgruppen auf ein Projekt zu identifizieren, zu bewerten und die wichtigen von ihnen zu steuern.

Was sind Stakeholder?

Die deutsche Übersetzung von Stakeholder lässt sich am besten mit Interessensgruppen abbilden. Dabei geht es um jene Personen, Gruppierungen oder Institutionen, die direkt oder indirekt einen Einfluss auf ein Unternehmen nehmen können. Der Einfluss kann dabei positiv, negativ oder neutral sein.

Beispiele von Stakeholdern sind:

  • Konkurrenten
  • Kunden
  • Politische Institutionen
  • Gewerkschaften
  • Umweltverbände
  • Anwohner
  • Aktionäre
  • Investoren
  • Medien
  • Mitarbeiter
  • ...

Erfassung der unterschiedlichen Stakeholder mittels der Stakeholder Analyse

Um den Einfluss von Stakeholdern auf eine bestimmte Entscheidung oder Projekt z.B. ein Bauprojekt beurteilen zu können, werden die relevanten Interessensgruppen systematisch erfasst. Diese Vorgehensweise wird als Stakeholderanalyse bezeichnet.

Externe Stakeholderanalyse

Unternehmen sind auf externe Einflussgruppen angewiesen und teilweise von diesen abhängig. Das geht von politischen Funktionen über Interessengruppen bis hin zu ….
Viele dieser Gruppen müssen unterschiedlich angesprochen werden, da Sie oft gegenteilige Zielsetzungen verfolgen (Politik – versus Umweltgruppen). Um die unterschiedlichen Stakeholder zu erfassen, werden dieser in einer Stakeholder Map oder eine Stakeholder Matrix eingetragen und anschließend individuell angesprochen / betreut.

Interne Stakeholderanalyse

Auch unternehmensintern muss eine Stakeholderanalyse durchgeführt werden. 

  • Wer muss im Unternehmen berücksichtigt werden?
  • Betriebsrat, Personalabteilung, Führungskräfte aus anderen Abteilungen?

5 Schritte des Stakeholdermanagements im Projekt

Schritt 1: Identifikation der (relevanten) Stakeholder

Schritt 2: Einstufung der Stakeholder gegenüber unserer Initiative / unseres Projekts

  • Wer ist unserem Projekt gegenüber positiv eingestellt?
  • Wer unterstützt unser Projekt?
  • Wer ist dem Projekt gegenüber neutral eingestellt?
  • Wer ist dem Projekt gegenüber negativ eingestellt?
  • Wer arbeitet sogar aktiv gegen unser Projekt?

Schritt 3: Bewertung der Relevanz der Stakeholder für unser Projekt

  • Wie wichtig sind die Stakeholder für uns / für unser Projekt?

Schritt 4: Festlegung von Maßnahmen wie die relevanten Stakeholder verstärkt angesprochen und eingebunden werden.

  • Wie können die identifizierten Stakeholder eingebunden werden?
Stakeholderanalyse - Umsetzung

Stakeholderanalyse - Umsetzung

Schritt 5: Controlling – regelmäßige Überprüfung des Stakeholder-Verhältnisses zum Projekt

Im Laufe der Zeit können sich Veränderungen der Führungskraft gegenüber dem Projekt, seines eigenen Umfeldes oder seiner eigenen Projekte ergeben. Daher sind die laufende Einbindung und Abstimmung mit den Stakeholdern enorm wichtig.

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Praxisbeispiel Stakeholderanalyse

Wie können Entscheidungen in der Bauindustrie beeinflusst werden?

Ein US-Unternehmen wollte in der deutschen Bauindustrie Fuß fassen. Ein erster Check ergab, dass das wichtigste Produkt des Unternehmens bei Bauprojekten eine untergeordnete Rolle spielte. Den meisten Marktteilnehmern war das Produkt schlicht nicht bekannt. Aus diesem Grund ging vorerst darum, das Bewusstsein bei relevanten Stakeholdern für das Produkt zu schärfen. Im ersten Schritt wurden Meinungsträger aus den unterschiedlichen Stakeholdergruppen identifiziert. Diese wurden dann sowohl persönlich, als auch durch schriftliche Unterlagen über den Produktnutzen infomiert. Parallel dazu begann das Unternehmen das Produkt direkt an die Kunden - in diesem Fall Bauträger - zu verkaufen.  Die flankierende Bespielung der Stakeholder hatt den Effekt, dass die Kunden nicht nur von Unternehmensseite, sondern auch von Stakeholderseite über den Produktnutzen informiert wurden.

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