Mit digitalen Geschäftsmodellen die Spielregeln verändern

Digitale Geschäftsmodelle werden immer wichtiger. Eine Vielzahl von Unternehmen, die vor 10 Jahren noch gar nicht existierten, haben durch ihre digitalen Geschäftsmodelle Marktstrukturen komplett verändert und Branchengrenzen eingerissen. 

Was ist ein digitales Geschäftsmodell?

Unter einem digitalen Geschäftsmodell - im engl. digital business model - werden die Zusammenhänge und Bestandteile eines Unternehmens verstanden, die dazu notwendig sind, einen Geschäftszweck komplett auszuüben. Dabei wird danach gestrebt möglichst viele Prozesse digital durchzuführen. 

Dieses Modell sollte am besten beschrieben, dokumentiert oder visuell dargestellt werden. Die Beschreibung der Geschäftsmodelle passiert meistens in MS-Word, mit zusätzlichen Kalkulationen in MS-Excel. Eine visuelle Darstellung Word zumeist in PowerPoint durchgeführt, zumeist mit Hilfe des Tools Business Model Canvas.

Was ist ein disruptives Geschäftsmodell?

Darunter sind Geschäftsmodellinnovationen zu verstehen, die die bisherigen Marktgegebenheiten aushebeln. Gerade im Zusammenhang mit der Digitalisierung sind eine Reihe von disruptiven Geschäftsmodellen entstanden.

Beispiele von digitalen Geschäftsmodellen

Das Geschäftsmodell von airbnb

Werfen wir einen Blick auf die Buchung von Unterkünften, bevor es airbnb gab. Die Vermieter mussten in Verzeichnissen oder mit eigenen Webauftritten auf ihr Angebot aufmerksam machen. Die potenziellen Kunden aus einer Vielzahl von Angeboten das für sie richtige auswählen. Mit unterschiedlicher Aufbereitung, unterschiedlichem Buchungsverhalten und unterschiedlicher Bezahlweise.
airbnb hat nun die Angebots- und Nachfrageseite mit einem einheitlichen global verfügbaren System miteinander verbunden. Innerhalb einer festgelegten Struktur können die Anbieter Ihre Wohnungen und Unterkünfte ansprechend darstellen, inklusive Verfügbarkeit, Kosten, Bildern und Referenzen von zufriedenen Kunden. Die Kunden haben die direkte Vergleichbarkeit, die Sicherheit des Plattformbetreibers und dessen Brand und die Einschätzung von früheren Mietern. Das Besondere an dem Modell ist, das airbnb selbst über keine Unterkünfte verfügt, sondern reiner Vermittler ist.

Das Business Modell von uber

Der Anbieter Uber, greift das etablierte und konservative Taxi-Geschäft frontal an. Durch eine App können User Fahrtdienste bestellen, zu einem Vorab-Fixpreis, mit dem nächstgelegenen Fahrzeug und zu Kosten, die 20-40 % unter den vergleichbaren Taxikosten liegen. Neben dem monetären Vorteil hat der Kunde auch die Gewissheit, das es am Ende der Fahrt nicht zu einer negativen Überraschung kommt. Gelingt es Uber tatsächlich die Taximonopole in Europa zu knacken, dann wird sich die ganze Branche radikal verändern.

Freemium Modelle

Bei Freemium Modellen ist die grundsätzliche Dienstleistung kostenfrei. Einnahmen werden durch Zusatzservices, Werbeeinblendungen oder das Nutzen der Kundendaten lukriert. Beispiele sind In-App Verkäufe oder Google.  

Abo Modelle (Subscription Models)

Bei den Abomodellen werden Produkte und Dienstleistungen im Monatsabo angeboten. Der Kunde erhält monatlich die gewünschte Ware, das Unternehmen kann mit fixen monatlichen Erträgen kalkulieren. Beispiele sind das Unternehmen Black Socks, die ein monatliches Sockenabo betreiben. Oder auch Netflix, die Ihre Filme und Serien mit einem Monatsabo anbieten. 

Wie gehen wir bei der digitalen Geschäftsmodellentwicklung vor?

1. Geschäftsmodellanalyse

Um ein Modell für unsere Kunden zu entwickeln werden zuerst - wenn vorhanden - das bestehende und einige andere Best Practice-Geschäftsmodelle analysiert. Als Tools dienen uns dazu unter anderem das Business Model Canvas, der Value Proposition Ansatz und die Market Map

2. Geschäftsmodell entwickeln

Anhand der analysierten Geschäftsmodelle und mit Hilfe der Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen, sowie der Möglichkeiten der Digitalisierung wird nun ein Geschäftsmodell erarbeitet.

3. Geschäftsmodell beschreiben und Business Case darstellen

Um das Modell auch anderen verständlich zu machen, wird es neben der visuellen Darstellung im Canvas auch dokumentiert. Inklusive Berechnungen und Mockups. 

4. Business Case darstellen

Wenn das neue Geschäftsmodell die ersten drei Schritte erfolgreich passiert hat, wird nun ein detaillierter Business Case inklusive Aufwands- und Ertragsberechnung erstellt.  

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